Photovoltaik Wissen: Fachbegriffe rund um Solarenergie einfach erklärt
Das große PV-Lexikon mit den wichtigsten Begriffen rund um Photovoltaik, Stromspeicher, kWp & Amortisation
Amortisationszeit, Amortisierung, Amortisation
Die Amortisationszeit ist der Zeitraum, den es dauert, bis die Investitionskosten für eine Photovoltaikanlage durch die Einsparungen bei den Stromkosten und eventuelle Einnahmen aus der Einspeisevergütung gedeckt sind. Eine kürzere Amortisationszeit bedeutet eine schnellere Rentabilität der Anlage. Sie hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Höhe der Investitionskosten, der Strompreise und der Effizienz der Anlage.
Aufdach-Montage
Bei der Aufdach-Montage werden Solarmodule auf einem bestehenden Dach installiert, wobei das Dach intakt bleibt und die Module auf einem Gestell befestigt werden. Diese Methode ist kostengünstig und einfach umzusetzen und ermöglicht eine gute Belüftung der Module, was ihre Effizienz erhöhen kann. Aufdach-Montagen sind die am weitesten verbreitete Methode zur Installation von Photovoltaikanlagen auf bestehenden Gebäuden.
Autarkiegrad
Der Autarkiegrad gibt an, wie viel Prozent des eigenen Energiebedarfs durch eine Photovoltaikanlage und gegebenenfalls einen Stromspeicher selbst gedeckt werden kann, ohne auf das öffentliche Stromnetz zurückzugreifen. Ein hoher Autarkiegrad bedeutet mehr Unabhängigkeit vom Netz und geringere Stromkosten. Er wird durch die Größe der PV-Anlage, die Speicherkapazität und den Energieverbrauch bestimmt.
Balkonkraftwerk
Ein Balkonkraftwerk ist eine kleine, dezentrale Photovoltaikanlage, die an Balkonen oder Terrassen installiert werden kann, um direkt in das Haushaltsnetz einzuspeisen. Diese Anlagen sind für den Eigenverbrauch gedacht und oft in Form von Plug-and-Play-Systemen einfach zu installieren. Sie bieten eine einfache Möglichkeit, auch in Mietwohnungen zur eigenen Stromerzeugung beizutragen.
Bypass-Dioden
Bypass-Dioden sind elektronische Komponenten, die in Solarmodule integriert werden, um den Stromfluss in Fällen von Verschattung zu gewährleisten. Sie leiten den Strom an den verschatteten Bereichen vorbei und verhindern so einen Leistungsabfall des gesamten Moduls. Dies trägt dazu bei, die Gesamtleistung der Photovoltaikanlage unter ungünstigen Bedingungen zu optimieren.
Dachneigung
Die Dachneigung ist der Winkel, unter dem ein Dach von der Horizontalen abweicht, und spielt eine wichtige Rolle für die Effizienz einer Photovoltaikanlage. Eine optimale Dachneigung ermöglicht eine maximale Sonneneinstrahlung auf die Solarmodule und somit eine höhere Stromproduktion. In Mitteleuropa liegt der ideale Neigungswinkel für Photovoltaikanlagen in der Regel zwischen 30 und 35 Grad.
Degradation
Degradation bezieht sich auf den natürlichen Leistungsabfall von Photovoltaikmodulen im Laufe der Zeit. Dieser Prozess führt zu einer allmählichen Verringerung der Stromerzeugungskapazität, die typischerweise etwa 0,5 bis 1 % pro Jahr beträgt. Die Degradation ist ein normaler Effekt und wird in der Lebensdauerbewertung von PV-Anlagen berücksichtigt.
Dimensionierung
Die Dimensionierung einer Photovoltaikanlage bezieht sich auf die Berechnung und Auswahl der richtigen Größe und Kapazität der Komponenten wie Solarmodule, Wechselrichter und Batteriespeicher. Dies erfolgt unter Berücksichtigung des Energiebedarfs, der verfügbaren Fläche und der klimatischen Bedingungen. Eine korrekte Dimensionierung ist entscheidend für die Effizienz und Rentabilität der Anlage.
Diffuse Strahlung
Diffuse Strahlung ist die Sonnenstrahlung, die durch Streuung an Molekülen, Partikeln und Wolken in der Atmosphäre indirekt auf die Erdoberfläche gelangt. Sie macht einen wesentlichen Teil der Solarstrahlung aus und ist besonders an bewölkten Tagen von Bedeutung. Photovoltaikanlagen können auch bei diffuser Strahlung Strom erzeugen, jedoch mit geringerer Effizienz als bei direkter Sonneneinstrahlung.
Direkte Strahlung
Direkte Strahlung ist die Sonnenstrahlung, die ungehindert und in gerader Linie auf die Erdoberfläche trifft. Sie ist die stärkste Form der Strahlung und liefert die höchste Energieausbeute für Photovoltaikanlagen. Die Effizienz einer PV-Anlage hängt stark von der Menge der direkten Strahlung ab, die auf die Module trifft.
Eigenverbrauch
Eigenverbrauch bezeichnet den Anteil des von einer Photovoltaikanlage erzeugten Stroms, der direkt im selben Haushalt oder Betrieb genutzt wird, anstatt ins öffentliche Netz eingespeist zu werden. Durch den Eigenverbrauch kann der Bezug von Strom aus dem Netz reduziert und damit die Stromkosten gesenkt werden. Mit Batteriespeichern kann der Eigenverbrauch weiter optimiert werden, indem überschüssiger Solarstrom für die Nutzung zu späteren Zeiten gespeichert wird.
Einspeisevergütung
Die Einspeisevergütung ist ein finanzieller Anreiz, der an Betreiber von Photovoltaikanlagen gezahlt wird, wenn sie den erzeugten Strom ins öffentliche Netz einspeisen. Dabei kann die Einspeisevergütung entweder von staatlicher Seite, durch die OeMAG, bezogen werden oder von privaten Stromanbietern. Die Höhe der Einspeisevergütung variiert je nach Lieferant und kann je nach Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage variieren. Für das dritte Quartal 2024 liegt die Einspeisevergütung der OeMAG bei 8,899 Cent/kWh.
Ertrag
Der Ertrag einer Photovoltaikanlage bezeichnet die Menge an elektrischer Energie, die die Anlage innerhalb eines bestimmten Zeitraums produziert. Der Ertrag wird in Kilowattstunden (kWh) gemessen und hängt von Faktoren wie der Größe der Anlage, der Sonneneinstrahlung und der Effizienz der Module ab. Ein hoher Ertrag ist entscheidend für die Rentabilität und Amortisation der Anlage.
Flächenlast
Die Flächenlast bezieht sich auf das Gewicht, das eine Photovoltaikanlage pro Quadratmeter Dachfläche auf die Struktur ausübt. Bei der Planung einer PV-Anlage muss die Flächenlast berücksichtigt werden, um sicherzustellen, dass das Dach die Last sicher tragen kann. Insbesondere bei Flachdächern und älteren Gebäuden ist die Flächenlast ein wichtiger Planungsfaktor.
Gleichstrom
Gleichstrom (DC) ist eine Form von elektrischem Strom, der in eine Richtung fließt, im Gegensatz zu Wechselstrom (AC), der seine Richtung periodisch ändert. Photovoltaikmodule erzeugen Gleichstrom, der in Haushalten oder dem Stromnetz meist in Wechselstrom umgewandelt werden muss. Diese Umwandlung erfolgt durch einen Wechselrichter.
Globalstrahlung
Globalstrahlung ist die Gesamtmenge der Sonnenstrahlung, die auf eine horizontale Fläche auf der Erde trifft. Sie setzt sich aus direkter und diffuser Sonnenstrahlung zusammen. Die Globalstrahlung ist ein entscheidender Faktor bei der Bestimmung des Potenzials für die Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen in einer bestimmten Region.
Halbleiter
Ein Halbleiter ist ein Material, das unter bestimmten Bedingungen als Leiter oder als Isolator wirken kann, was ihn ideal für elektronische Bauteile wie Solarzellen macht. Silizium ist der am häufigsten verwendete Halbleiter für Photovoltaikanlagen, da es in Solarzellen die Sonnenenergie effizient in elektrischen Strom umwandelt. Halbleiter spielen eine zentrale Rolle in Photovoltaikanlagen und beeinflussen maßgeblich deren Effizienz und Leistung.
Hybrid-Wechselrichter
Ein Hybrid-Wechselrichter ist ein Gerät, das sowohl Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt als auch die Verwaltung von Batteriespeichern in einem Photovoltaiksystem übernimmt. Er ermöglicht es, überschüssigen Solarstrom in Batterien zu speichern und bei Bedarf wieder ins Netz oder in den Haushalt einzuspeisen. Hybrid-Wechselrichter sind besonders vorteilhaft für Systeme, die sowohl netzgekoppelt als auch unabhängig arbeiten können.
Indach-Montage
Bei der Indach-Montage werden Solarmodule direkt in die Dachstruktur integriert, sodass sie die Funktion der Dachabdeckung übernehmen. Dies führt zu einer ästhetisch ansprechenden Lösung, die besonders bei Neubauten oder Dachsanierungen beliebt ist. Allerdings ist diese Methode oft teurer und aufwendiger in der Installation als die Aufdach-Montage.
Inselanlage
Eine Inselanlage, auch als Off-Grid-System bezeichnet, ist eine Photovoltaikanlage, die unabhängig vom öffentlichen Stromnetz betrieben wird. Solche Anlagen nutzen oft Batteriespeicher, um den erzeugten Strom für Zeiten ohne Sonneneinstrahlung zu speichern. Inselanlagen werden häufig in abgelegenen Gebieten eingesetzt, wo kein Netzanschluss verfügbar ist.
Kilowatt Peak (kWp)
Kilowatt Peak (kWp) ist die Maßeinheit für die Nennleistung einer Photovoltaikanlage unter Standard-Testbedingungen (STC). Es gibt die maximale Leistung an, die eine Anlage bei optimalen Bedingungen erreichen kann. Der kWp-Wert ist entscheidend für die Dimensionierung und das Verständnis der Leistungsfähigkeit einer Solaranlage.
Kilowattstunde
Eine Kilowattstunde (kWh) ist eine Maßeinheit für Energie, die angibt, wie viel elektrische Arbeit in einer Stunde bei einer Leistung von einem Kilowatt verrichtet wird. Sie ist die Standardmaßeinheit zur Messung des Stromverbrauchs und der Stromerzeugung. In der Photovoltaik beschreibt sie die Menge an Energie, die eine Anlage innerhalb eines bestimmten Zeitraums produziert.
Kilowattpeak (kWp)
Kilowattpeak (kWp) ist die Maßeinheit, die die maximale Leistung einer Photovoltaikanlage unter Standard-Testbedingungen (STC) angibt. Sie dient als Referenzwert, um die Größe und Leistungsfähigkeit von Solaranlagen zu vergleichen. Je höher der kWp-Wert, desto mehr Strom kann die Anlage potenziell erzeugen.
Lithium-Ionen-Speicher
Ein Lithium-Ionen-Speicher ist ein Energiespeicher, der auf der Lithium-Ionen-Technologie basiert und in Photovoltaikanlagen verwendet wird, um überschüssigen Solarstrom zu speichern. Diese Speicher zeichnen sich durch eine hohe Energiedichte, lange Lebensdauer und hohe Effizienz aus. Sie ermöglichen es, den Eigenverbrauch zu maximieren und den Autarkiegrad zu erhöhen, indem sie den gespeicherten Strom bei Bedarf wieder ins Netz oder in den Haushalt einspeisen.
Marktprämie
Die Marktprämie ist eine finanzielle Förderung, die Betreibern von Photovoltaikanlagen gezahlt wird, wenn sie den erzeugten Strom direkt am Strommarkt verkaufen. Sie ergänzt die Differenz zwischen dem Marktpreis und einem festgelegten Referenzwert, um die Wirtschaftlichkeit der Anlage sicherzustellen. Diese Förderung unterstützt die Integration erneuerbarer Energien in den Energiemarkt.
Mieterstrom
Mieterstrom bezeichnet Strom, der von einer Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses erzeugt und direkt an die Mieter im selben Gebäude geliefert wird. Dieses Modell ermöglicht es Mietern, von günstiger Solarenergie zu profitieren, ohne selbst eine Anlage installieren zu müssen. Mieterstromprojekte tragen zur dezentralen Energieversorgung und zur Energiewende in urbanen Gebieten bei.
Modulwirkungsgrad
Der Modulwirkungsgrad gibt an, wie effizient ein Solarmodul die eingestrahlte Sonnenenergie in elektrische Energie umwandelt. Er wird als Prozentsatz ausgedrückt und ist ein entscheidender Faktor für die Leistungsfähigkeit einer Photovoltaikanlage. Höhere Wirkungsgrade bedeuten, dass mehr Strom aus derselben Fläche erzeugt werden kann.
Monokristalline Solarmodule
Monokristalline Solarmodule bestehen aus Silizium, das zu einem einzigen Kristall geformt wurde, wodurch sie eine homogene Struktur aufweisen. Diese Module zeichnen sich durch einen hohen Wirkungsgrad und eine lange Lebensdauer aus, sind jedoch in der Regel teurer als andere Modultypen. Aufgrund ihrer Effizienz werden sie häufig dort eingesetzt, wo nur begrenzte Dachflächen zur Verfügung stehen.
Nennleistung
Die Nennleistung einer Photovoltaikanlage gibt die maximale elektrische Leistung an, die unter Standard-Testbedingungen (STC) erreicht werden kann, und wird in Kilowatt Peak (kWp) gemessen. Sie dient als wichtiger Maßstab für die Leistungsfähigkeit einer Anlage und ermöglicht den Vergleich verschiedener Systeme. Die tatsächliche Leistung kann jedoch durch Faktoren wie Wetterbedingungen und Systemeffizienz variieren.
Netzanschlusspflicht
Die Netzanschlusspflicht ist eine gesetzliche Verpflichtung für Netzbetreiber, Photovoltaikanlagen an das öffentliche Stromnetz anzuschließen und den erzeugten Strom aufzunehmen. Diese Regelung fördert die Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz und unterstützt die Energiewende. Sie sorgt dafür, dass Betreiber von PV-Anlagen ihre überschüssige Energie ins Netz einspeisen und dafür vergütet werden können.
Netzgekoppelte Systeme (On-Grid)
Netzgekoppelte Systeme, auch als On-Grid-Systeme bezeichnet, sind Photovoltaikanlagen, die direkt an das öffentliche Stromnetz angeschlossen sind. Der erzeugte Strom kann entweder direkt im Haushalt genutzt oder ins Netz eingespeist werden, wobei der Netzanschluss eine kontinuierliche Versorgung sicherstellt. Diese Systeme sind die am weitesten verbreitete Form von PV-Anlagen und spielen eine zentrale Rolle in der dezentralen Energieversorgung.
Netzparität
Netzparität tritt ein, wenn aus Sicht der Endverbraucher die Kosten je Kilowattstunde (kWh) für die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien, wie Photovoltaik, gleich oder niedriger sind als die Kosten für Strom aus dem öffentlichen Netz. Dies stellt einen wichtigen Meilenstein für die Verbreitung erneuerbarer Energien dar, da es den wirtschaftlichen Anreiz für ihre Nutzung erhöht. Erreicht wird die Netzparität durch sinkende Preise für PV-Anlagen und steigende Effizienz.
Netzunabhängige Systeme (Off-Grid)
Netzunabhängige Systeme, auch als Off-Grid-Systeme oder Inselanlagen bezeichnet, sind Photovoltaikanlagen, die nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen sind. Sie erzeugen und speichern den benötigten Strom unabhängig vom Netz, meist in Verbindung mit Batteriespeichern. Solche Systeme sind ideal für abgelegene Orte oder in Situationen, in denen kein Zugang zum öffentlichen Netz besteht.
Nullsteuersatz
Der Nullsteuersatz ist eine steuerliche Regelung, bei der bestimmte Güter oder Dienstleistungen, wie Photovoltaikanlagen, von der Mehrwertsteuer befreit sind. Dies wird oft als Anreiz eingesetzt, um die Anschaffung und Nutzung erneuerbarer Energien zu fördern. In Österreich können unter bestimmten Bedingungen PV-Anlagen und Batteriespeicher zum Nullsteuersatz erworben werden.
OeMAG
Die OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom AG ist das zentrale Förderunternehmen in Österreich, das für die Abwicklung von Einspeisetarifen und Marktprämien für Strom aus erneuerbaren Energien verantwortlich ist. Sie übernimmt den Vertrieb von Ökostrom an Netzbetreiber und sorgt für die finanzielle Vergütung von Einspeisern. Die OeMAG spielt eine Schlüsselrolle bei der Förderung der Energiewende in Österreich.
Parallelschaltung
Bei einer Parallelschaltung werden Solarmodule oder Batteriezellen so verbunden, dass der Strom aufgeteilt und parallel durch jedes Element fließt. Dies erhöht den Gesamtstrom des Systems, während die Spannung konstant bleibt. Parallelschaltungen werden oft verwendet, um die Stromstärke zu erhöhen und die Zuverlässigkeit des Systems zu verbessern.
Performance Ratio
Die Performance Ratio (PR) ist ein Indikator für die Effizienz einer Photovoltaikanlage und gibt das Verhältnis zwischen dem tatsächlich erzeugten Strom und dem theoretisch möglichen Strom an. Sie wird als Prozentsatz ausgedrückt und berücksichtigt Verluste durch Faktoren wie Temperatur, Verschattung und Systemausfälle. Eine hohe PR deutet auf eine gut funktionierende und effiziente Anlage hin.
Photovoltaik
Photovoltaik ist die Technologie, die Sonnenlicht in elektrische Energie umwandelt. Dies geschieht durch den Einsatz von Solarzellen, die auf Halbleitermaterialien bestehen. Sie ist eine der wichtigsten Methoden zur Erzeugung erneuerbarer Energie und spielt eine zentrale Rolle im Übergang zu nachhaltiger Energieversorgung.
Photovoltaik-Anlagenplanung
Die Photovoltaik-Anlagenplanung umfasst die detaillierte Planung und Dimensionierung einer PV-Anlage, basierend auf Standortbedingungen, Energiebedarf und technischen Anforderungen. Dieser Prozess schließt die Auswahl geeigneter Solarmodule, Wechselrichter und Montagesysteme sowie die Analyse von Verschattungen und Dachneigung ein. Eine sorgfältige Planung ist entscheidend für die optimale Leistung und Wirtschaftlichkeit der Anlage.
Photovoltaik-Monitoring
Photovoltaik-Monitoring bezieht sich auf die kontinuierliche Überwachung der Leistung einer PV-Anlage, um deren Effizienz zu optimieren und mögliche Fehler frühzeitig zu erkennen. Durch Monitoring-Systeme können Betreiber den Energieertrag, den Zustand der Module und die Funktion des Wechselrichters in Echtzeit verfolgen. Dies ist entscheidend für die langfristige Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit der Anlage.
Polykristalline Solarmodule
Polykristalline Solarmodule bestehen aus Silizium, das in mehreren Kristallen erstarrt ist, was ihnen ein körniges Aussehen verleiht. Sie sind in der Herstellung kostengünstiger als monokristalline Module, bieten jedoch einen etwas geringeren Wirkungsgrad. Diese Module sind eine beliebte Wahl für großflächige Photovoltaikanlagen, bei denen Platz keine Einschränkung darstellt.
Reihenschaltung
In einer Reihenschaltung werden Solarmodule oder Batteriezellen hintereinander geschaltet, sodass der Strom durch jedes Element nacheinander fließt. Dies erhöht die Gesamtspannung des Systems, während der Stromfluss konstant bleibt. Reihenschaltungen sind in Photovoltaikanlagen weit verbreitet, um die erforderliche Spannung für den Betrieb von Wechselrichtern zu erreichen.
Solarleistung
Solarleistung bezieht sich auf die Menge an elektrischer Energie, die eine Photovoltaikanlage unter Standard-Testbedingungen (STC) erzeugen kann. Sie wird typischerweise in Kilowatt-Peak (kWp) gemessen, was die maximale Leistung unter optimalen Bedingungen darstellt. Die tatsächliche Leistung kann durch Faktoren wie Dachneigung, Ausrichtung und Verschattung beeinflusst werden.
Solardachziegel
Solardachziegel sind spezielle Ziegel, die in das Dach eines Gebäudes integriert werden und gleichzeitig als Photovoltaikmodul fungieren. Sie kombinieren die Funktion eines herkömmlichen Dachziegels mit der Fähigkeit, Sonnenenergie in Strom umzuwandeln. Diese Ziegel sind ästhetisch ansprechend und eignen sich besonders für Neubauten oder bei Dachsanierungen.
Solarkataster
Ein Solarkataster ist eine digitale Karte oder Datenbank, die das Solarpotenzial von Gebäuden in einer bestimmten Region darstellt. Es ermöglicht Hauseigentümern und Planern, schnell zu beurteilen, ob ein Dach für die Installation einer Photovoltaikanlage geeignet ist. Solarkataster berücksichtigen Faktoren wie Dachneigung, Ausrichtung und Verschattung.
Solarkollektor
Ein Solarkollektor ist ein Gerät, das Sonnenstrahlung aufnimmt und in Wärme umwandelt, die dann für Warmwasserbereitung oder Heizungszwecke genutzt wird. Es ist das Herzstück einer Solarthermieanlage und unterscheidet sich von Solarmodulen, die Strom erzeugen. Solarkollektoren sind in verschiedenen Bauformen erhältlich, wie Flachkollektoren oder Vakuumröhrenkollektoren.
Solarstrahlungsbilanz
Die Solarstrahlungsbilanz ist eine Berechnung der Gesamtheit der einfallenden und abgehenden Sonnenstrahlung auf eine bestimmte Fläche, meist über ein Jahr hinweg. Sie berücksichtigt direkte und diffuse Strahlung sowie Reflexionen und ist ein wichtiger Faktor zur Bestimmung des Energieertragspotenzials einer Photovoltaikanlage. Eine positive Strahlungsbilanz ist entscheidend für eine hohe Stromproduktion und die Rentabilität einer Solaranlage.
Solarthermie
Solarthermie ist eine Technologie, die Sonnenenergie zur Erzeugung von Wärme nutzt, meist zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung. Anders als Photovoltaik, die Strom erzeugt, wandeln Solarthermieanlagen die Sonnenstrahlung in thermische Energie um. Diese Technik ist besonders effizient in Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung und kann zur Senkung der Heizkosten beitragen.
Stromgestehungskosten
Die Stromgestehungskosten bezeichnen die Gesamtkosten der Erzeugung einer Kilowattstunde (kWh) Strom über die gesamte Lebensdauer einer Photovoltaikanlage. Sie umfassen Investitionskosten, Betriebskosten, Wartung und Finanzierungskosten. Diese Kennzahl ist entscheidend für die Bewertung der Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage im Vergleich zu anderen Energiequellen.
Stromspeicher
Ein Stromspeicher oder Batteriespeicher ist ein System, das überschüssigen Strom einer Photovoltaikanlage speichert. Damit kann der Strom zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden, wenn die Sonne nicht scheint. Dies erhöht den Eigenverbrauch und macht den Betrieb der Anlage unabhängiger vom öffentlichen Stromnetz. Moderne Batteriespeicher basieren oft auf Lithium-Ionen-Technologie und bieten eine hohe Effizienz und Langlebigkeit.
Stromspeichersystem
Ein Stromspeichersystem speichert überschüssigen Strom, der von einer Photovoltaikanlage erzeugt wird, um ihn später zu nutzen, wenn die Sonneneinstrahlung gering ist oder der Bedarf höher ist. Solche Systeme tragen dazu bei, den Eigenverbrauch zu maximieren und die Unabhängigkeit vom Stromnetz zu erhöhen. Moderne Speichersysteme basieren häufig auf Lithium-Ionen-Technologie und bieten eine hohe Speicherkapazität und Effizienz.
Teileinspeisung
Teileinspeisung bezeichnet die Praxis, einen Teil des von einer Photovoltaikanlage erzeugten Stroms selbst zu verbrauchen und den überschüssigen Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen. Dies ermöglicht es den Betreibern, ihre Stromkosten zu senken und gleichzeitig von Einspeisevergütungen zu profitieren. Die Kombination von Eigenverbrauch und Einspeisung ist eine verbreitete Strategie zur Maximierung der Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage.
Verschattung
Verschattung tritt auf, wenn Teile einer Photovoltaikanlage durch Gebäude, Bäume oder andere Objekte beschattet werden, was zu einer Verringerung der Stromerzeugung führt. Selbst kleine Schatten können die Leistung eines Solarmoduls erheblich beeinträchtigen. Verschattungsmanagement, z. B. durch den Einsatz von Bypass-Dioden oder Optimierern, ist entscheidend, um den Ertrag der Anlage zu maximieren.
Volleinspeisung
Bei der Volleinspeisung wird der gesamte von einer Photovoltaikanlage erzeugte Strom in das öffentliche Netz eingespeist, anstatt vor Ort genutzt zu werden. Der Betreiber der Anlage erhält dafür eine Vergütung, meist in Form einer Einspeisevergütung. Diese Methode wird oft gewählt, wenn der Eigenverbrauch gering ist oder eine hohe Einspeisevergütung angeboten wird.
Wattpeak (Wp)
Wattpeak (Wp) ist die Maßeinheit, die die maximale Leistung eines einzelnen Solarmoduls unter idealen Bedingungen angibt. Es ist eine wichtige Kennzahl, um die Leistung verschiedener Solarmodule zu vergleichen. Wie bei Kilowattpeak (kWp) handelt es sich hierbei um eine Standard-Testbedingung, die als Grundlage für die Dimensionierung und den Vergleich von Solaranlagen dient.
Wechselrichter
Ein Wechselrichter ist ein Gerät, das den in einer Photovoltaikanlage erzeugten Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC) umwandelt, der in das öffentliche Stromnetz eingespeist oder im Haushalt genutzt werden kann. Wechselrichter sind entscheidend für den Betrieb einer PV-Anlage, da die meisten elektrischen Geräte und das Stromnetz Wechselstrom benötigen. Moderne Wechselrichter übernehmen oft auch Aufgaben wie die Überwachung der Anlagenleistung und die Optimierung der Energieausbeute.
Wechselstrom
Wechselstrom (AC) ist eine Form von elektrischem Strom, bei der die Richtung des Flusses periodisch wechselt. Die meisten elektrischen Geräte und das öffentliche Stromnetz arbeiten mit Wechselstrom. In Photovoltaikanlagen wird der vom Solarmodul erzeugte Gleichstrom mittels eines Wechselrichters in Wechselstrom umgewandelt, um für den Haushaltsgebrauch oder die Einspeisung ins Netz nutzbar zu sein.